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Wie Sie Verluste bei Optionen steuerlich geltend machen

Nach der diesjährigen Entscheidung des BFH, welche die ertragssteuerliche Behandlung von Verlusten aus dem Verfall von Optionsrechten neu festsetzt, fügt sich nun auch die Finanzverwaltung der neuen Regelung, dass diese Verluste die Einkünfte aus Kapitalvermögen mindern.

Die neue Regelung, wie mit Verlusten aus dem Verfall von Optionen ertragssteuerlich umgegangen werden soll, dürfte viele Privatanleger freuen. So können diese den erlittenen Verlust nun zumindest steuerlich geltend machen und bei der Ermittlung ihrer Einkünfte aus Termingeschäften verrechnen.

Die bis dato bestehende steuerliche Nichtberücksichtigung von Verlusten aus verfallenen Optionen wurde zunächst vom BFH revidiert (BFH, 12.01.2016: IX R 48/14, IX R 49/14 und IX R 50/14) und das Urteil wurde nun auch von der Finanzverwaltung anerkannt (Schreiben vom 16.06.2016).  Ab nun können die Verluste theoretisch mit Einkünften aus Kapitalvermögen wie Dividenden- oder Zinserträgen verrechnet werden oder auch ins Folgejahr übertragen werden. Allerdings müssen die entsprechenden Änderungen noch in den IT-Systemen der depotführenden Kreditinstituten vorgenommen werden und können so aktiv wohl erst ab 2017 im Rahmen des Kapitalertragsteuerabzugs berücksichtigt werden. Bei Detail-Fragen zur neuen Regelung und deren Umsetzung müssten Sie Ihre persönliche Depotbank kontaktieren.

Sollten Sie bereits 2016 und/oder in Vorjahren Verluste beim Verfall von Optionen erlitten haben, so können Sie diese bereits in Ihre nächste Einkommensteuererklärung integrieren. Hierfür fügen Sie die aus Einzelabrechnungen kalkulierten Verluste einfach in die entsprechenden Felder der Anlage KAP ein. Um alte Steuerbescheide anzupassen können Sie entsprechende Änderungsanträge stellen oder gegebenenfalls sogar Einspruch gegen diese einlegen.

Die neuen steuerrechtlichen Änderungen betreffen Käufer von Optionen. Für Stillhalter von Optionen werden geleistete Ausgleichszahlungen derzeit noch nicht anerkannt.

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