Was Ist Spekulation?

Was ist Spekulation?

Der Begriff Spekulation sollte in unserer Zeit allen bekannt sein und jeder wird schon einmal davon gehört haben. Insbesondere im Zusammenhang mit den Finanzkrisen wird von Experten und Medien immer wieder von Spekulation bzw. Spekulanten berichtet.

Was genau ist Spekulation und wie funktioniert sie?

Spekulation ist so alt wie der Warenhandel selbst. Es gibt die klassischen Waren, wie Edelmetalle, Kunsthandwerke oder andere begehrte Handelswaren. Ebenso gibt es heute Wertpapiere, Devisen, Derivate oder auch Immobilien, mit denen die Marktteilnehmer Ihre Spekulationen abwickeln. Das Marktverhalten der Spekulation beruht auf Erwartungen, die eintreffen oder enttäuscht werden können. Ziel einer jeden Spekulation ist der Spekulationsgewinn. Dieser wird vom Spekulanten vereinnahmt, wenn man sein Spekulationsgeschäft glattstellt. Im Regelfall kaufen Spekulanten ein bestimmtes Spekulationsobjekt und verkaufen es zu einem späteren Zeitpunkt wieder. Die niedrigen Anschaffungskosten sollen durch den höheren Verkaufspreis eine positive Differenz bilden. Ein Spekulant kann jedoch auch von einer Preissenkung profitieren. Spekulation ist in der Wirtschaft eine auf Gewinnerzielung aus Preisveränderungen gerichtete Geschäftstätigkeit. Egal ob als Obsthändler, als Unternehmen oder auch als privater Trader, jeder betreibt in gewisser Weise eine Spekulation. Die Begriffe Trading und Spekulation sind praktisch deckungsgleich.

Anlage versus Spekulation bzw. Investieren versus Spekulieren

Im Finanzbereich wird von der Anlagestrategie her grundsätzlich zwischen der Geld- bzw. Kapitalanlage auf der einen Seite und den Spekulanten auf der anderen Seite unterscheiden. Die Kapitalanlage unterscheidet sich dadurch, dass der Anleger langfristig eine gute Rendite erzielen möchte, dabei aber auch auf ein gewisses Minimum an Sicherheit bei der gewählten Geldanlage achtet und somit ist er bereit, nur ein kleineres Risiko zu wählen. Sein Fokus liegt auf einer längeren Haltedauer da er an dem gewählten Finanzprodukt interessiert ist und ebenso an den Erträgen, welche durch Dividenden oder auch Zinsen entstehen können.

Das charakteristische Merkmal an einem Spekulanten ist, dass er in kurzer Zeit versucht, so hohe Gewinne wie möglich zu erzielen. Um dies umsetzten zu können, muss sehr oft ein hohes Risiko in Kauf genommen werden. Kritiker aber auch Medien haben des Öfteren die Meinung, dass Spekulation eine reine Wette ist und dass die Spekulanten dafür verantwortlich sind, wenn das Finanzsystem zerstört würde und sie somit für Hunger und leid auf der Welt mitverantwortlich sind. Man kann somit sagen, dass Spekulation eine Aktivität ist, welche im moralischen Bereich negativ betrachtet wird. Manches Bedenken der Kritiker ist aber gar nicht so unberechtigt, denn in der Tat ist es so, dass bei manchen Arten der Spekulation die eigentliche Funktion des Finanzbereiches außer Kraft gesetzt wird, nämlich Kapital für die Realwirtschaft zu verteilen. Nehmen wir das Beispiel bei einem Leerverkauf, hier verkauft man Produkte die man gar nicht besitzt, um sie zu einem späteren Zeitpunkt günstiger zurück zu kaufen. Der Trader ist somit in erster Linie daran interessiert Geld durch die Spekulation zu verdienen. Im Finanzbereich gibt es einige „typische“ Produkte, die als sehr spekulativ gelten und daher auch sehr häufig für eine Spekulation genutzt werden, wie beispielsweise Derivate.

Ursachen für Spekulationsblasen

Der Begriff Spekulation wird von dem lateinischen Begriff „speculare“ abgeleitet, was so viel bedeutet wie „erspähen“. Spekulanten spähen somit in die Zukunft und erhoffen sich, dass sich die Kurse so entwickeln, wie dies von Ihnen analysiert wurde. Dennoch birgt jede Spekulation ein großes Risiko, da der Ausgang selbst bei gründlichster Recherche und Analyse oder auch bei vermeintlichen Insider Tipps ungewiss ist. In einigen Fällen kann es passieren das sogenannte Spekulationsbasen entstehen, welche Platzen können. Vereinfacht ausgedrückt kann man sagen, dass Spekulationsblasen immer dann entstehen, wenn viele Leute sich gleichzeitig vornehmen, schnell reich zu werden. In dem Fall liegt der Wert des Spekulationobjektes über den eigentlichen Wert und ist damit überbewertet.

Die bekanntesten Spekulationsblasen sind:

  • Die Tulpenmanie in den Niederlanden – 1637

    Hier wurde eine weitgehend unbekannte Tulpe mit schönen Farben immer höher gehandelt. Tulpen brauchen relativ lange in der Aufzucht, deshalb war das Angebot kleiner als die Nachfrage. Eine Spirale setzte sich in Gang. Weil jeder die Tulpe wollte, stieg ihr Wert immer weiter. Irgendwann blieb ein Händler auf seinen Zwiebeln sitzen, was sich natürlich herumsprach. Auf einmal wollte jeder verkaufen und in kürzester Zeit waren die Tulpen nicht mehr ein Hundertstel ihres einstigen Höchstpreises wert. Der jetzige Gegenwert der Tulpenzwiebel würde sich bei tausenden Euro befinden.

  • Die Südseeblase in England – 1720

    Anfang des 18. Jahrhunderts versprach die South Sea Company ihren Aktionären sagenhafte Gewinne mit Geschäften in der Südsee. Die South Sea Company wurde nicht durch ihre Handelsgeschäfte mit exotischen Waren bekannt, sondern mit dem Verkauf immer neuer eigener Aktien. Der Kurs der South Sea Company fiel von knapp 1000 Pfund im August 1720 auf später unter 100 Pfund.

  • Die Japan Krise – 1990

    Im Jahr 1990 brach die „Japan AG“ zusammen. Der Nikkei verlor in kürzester Zeit über 40 Prozent und somit befand sich das Land in eine der schlimmsten Krisen, von denen sich das Reich der aufgehenden Sonne bis heute nur schwer erholen konnte. Durch die hohen Immobilienpreise stiegen die Wohnkosten und hinzu kam eine wachsende Arbeitslosigkeit. Die Menschen konnten weniger Geld ausgeben und somit sank die Kaufkraft. Zugleich stieg die Staatsverschuldung.

  • Dotcom Blase – 2000

    In den 1990ern brach vor allem in der westlichen Welt das Computer- und Internetzeitalter für die breite Masse an. Neue Firmen sprossen aus dem Boden und die „New Economy“ entstand wodurch viele Start-up Unternehmen gegründet wurden. Es herrschte ein wahrer Börsenboom den man auch als neuen Markt bezeichnet. Die Gewinnerwartungen der Spekulanten waren immens denn die neuen Technologie Unternehmen wurden immer höher bewertet. Die Spekulationsblase platzte als die ersten Vermutungen laut wurden das die Firmen stark überbewertet sind und als die Kurse vielen folgte eine Kettenreaktion was das Abstürzen beschleunigte.

Fazit

Die Spekulation ist ein elementarer Bestandteil unserer Wirtschaft, denn sie findet täglich statt. Verschiedensten Marktakteure handeln mit ganz unterschiedlichen Produkten und somit findet täglich eine Spekulation

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