Risiko- und Moneymanagement

Das Risiko- und Money-Management ist eines der wichtigsten Bestandteile einer Trading Strategie, wenn nicht sogar die wichtigste. Jede Tragding-Strategie hat eine bestimmte Trefferquote. Das heißt, dass es hier immer Verlust- und Gewinntrades gibt. Dabei kann man nie genau sagen, wann die Gewinn- und wann die Verlusttrades kommen. Deshalb kann ein schlechtes Risiko- und Money-Management den Erfolg einer Strategie maßgeblich beeinflussen.

Gerade Anfänger messen der Trefferquote einen höheren Stellenwert bei als dem Risikomanagement. Es gibt aber Trader, welche eine sehr geringe Trefferquote von unter 50% haben und dennoch durch ein gutes Risiko- und Moneymanagement im Gewinn landen. Das heißt, dass es viel wichtiger ist zu erfahren, wie hoch der durchschnittliche Gewinn im Verhältnis zum durchschnittlichen Verlust ist. Was der Trader beeinflussen kann ist der durchschnittliche Verlust eines Trades. Diesen kann er in seinem Risikomanagement vorher definieren.

Definition Risiko- und Money-Management

Als Risiko- und Money-Management bezeichnet man die Kontrolle des Gesamtrisikos eines Wertpapierportfolios. Dabei legt der Trader zum einen das Einzelrisiko eines Trades als auch das Gesamtrisiko des Portfolios fest, welches maximal eingegangen werden darf.

Bestandteile eines Risiko- und Money-Management

Grundsätzlich unterscheidet man das Einzelpositionsrisiko und das Gesamtrisiko des Portfolios.

Einzelpositionsrisiko:

Das bezeichnet das Risiko eines einzelnen Investments. Dieses Risiko wird durch den Stop definiert, welchen der Trader bei Positionseröffnung in den Markt legt. Vor jedem Trade sollte man wissen, wieviel Prozent des Portfolios man mit diesem Initialrisiko bereit ist zu riskieren. Wenn man beispielsweise 1% seines Portfolios riskiert und ein Konto von 50.000 € hat, dann darf man maximal 500,00 € mit eine Position riskieren.

Gesamtrisiko:

Genau wie beim Einzelrisiko muss sich der Trader auch darüber klar sein, wieviel Risiko er insgesamt in seinem Portfolio haben will. Wenn er beispielsweise ein maximales Gesamtrisiko von 5% haben möchte, dann darf er maximal 5 Positionen (bei 1% Einzelrisiko) gleichzeitig aufmachen. Erst wenn eine der Positionen abgesichert ist, darf er eine weitere Position aufmachen. Mit abgesicherten Positionen sind solche gemeint, die durch Gewinnmitnahmen und oder Stopversetzung nicht mehr als Verlusttrade enden können. Das heißt, dass die Position bei plus-minus Null landet oder im Gewinn.

Weitere Bestandteile vom Risiko- und Money-Management:

Positionsgröße:

Die Positionsgröße einer Investition errechnet sich aus dem Einzelrisiko den aktuellen Kurs und dem Stop.

Beispiel:

Einzelrisiko 1% = 500,00 €

Aktienkurs = 100,00 €

Stop bei 110,00 €

Da ich einen Stopabstand von 10,00 € pro Aktie habe und maximal 500,00 € riskieren darf, kann ich maximal 50 Aktien kaufen. Hier wurden keiner Transaktionskosten berücksichtigt. Diese sollten ebenfalls im Risiko- und Money-Management Berücksichtiung finden.

 

Chancen-Risiko-Verhältnis (CRV):

Als Chancen-Risiko-Verhältnis wird das Verhältnis vom maximalen Verlust zu den erwarteten Gewinn bezeichnet. Die Schwierigkeit besteht hier in der Einschätzung über die Chancen, da der Gewinn eines Trades nie vorher bestimmt werden kann. Demzufolge wird hier eher die Wahrscheinlichkeit einer bestimmten Gewinnausprägung heran gezogen. Wenn wir beispielsweise einen Einstieg in eine Position haben, wo wir mit einem engen Stop arbeiten können und das erste Gewinnziel ist sehr attraktiv, dann haben wir ein gutes CRV.

Das potentielle CRV ist eine sehr wichtige Größe. Wenn ich beispielsweise immer ein CRV von 2 habe, dann heißt das, dass ich bei 1% Risiko eine Gewinnerwartung von 2% habe. Meine Trefferquote kann demnach 1:2 sein und ich habe immer noch Plus-Minus-Null. Anders ausgedrückt kann auf einen Gewinntrade zwei Verlusttrades folgen, ohne das ich insgesamt im Verlust lande. Man nennt das auch Break-Even-Punkt.

 

Hedging:

Das Hedging ist auch eine Möglichkeit das Risiko eines Wertpapierportfolios zu verändern. Wenn ich beispielsweise viele Aktien in meinem Portfolio habe und ich diese aus strategischen Gründen behalten will, mich aber auch gegen eine Korrektur am Aktienmarkt absichern möchte, dann kann ich gezielt Gegenpositionen aufbauen. Ich kann beispielsweise eine Shortposition am Future-Markt aufbauen und so das Marktrisiko abgesichert ist. Ich kann aber auch die Einzelpositionen absichern indem ich Put-Optionen auf meine Basiswerte kaufe, welche ich im Portfolio habe.

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